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Qualitätsicherung

Der AQS1-Dokumentationsbogen wurde mit Unterstützung des Bundesverbandes ambulantes Operieren (BAO) und in Zusammenarbeit mit dem bayerischen Forschungsverbund als ein allgemeingültiges, Fächerübergreifendes Messinstrument entwickelt. Die Firma medicaltex in München vertreibt den Bogen und war verantwortlich für die Datenerfassung und Auswertung.

Der AQS1-Bogen besteht aus einem Arztmodul (Dokumentationsbogen), in dem wichtige Faktoren wie prä- und postoperative Diagnose, Therapie und Risikofaktoren, dokumentiert werden.

In dem "Patientenmodul" bewertet der Patient die gesamte Dienstleistung aus der Sicht des "Kunden".

Der LAO Baden-Württemberg führte bereits 2002/2003 seine erste Qualitätssicherungsmaßnahme mittels des AQS1-Bogens durch.

Für 10 ausgewählte Krankenhaus ersetzende Operationen verschiedener Fachgruppen wurde die Patientenbefragung durch Kollegen des LAO vorgenommen.

Dabei handelte es sich um:

  • Carpaltunnelsyndrom
  • Varizenstripping
  • Leistenhernien
  • Arthroskopien
  • Metallentfernungen
  • Abrasio
  • Adenotomie
  • Circumcision
  • Katarakt
  • maligne Tumore

Die AQS1-Bögen wurden von der Firma medicaltex in München ausgewertet.

Ergebnisse:

1382 Bögen konnten ausgewertet werden.

Die Altersspanne der Operierten reichte vom 6 Monate alten Säugling bis zum hohen Greisenalter.

Die Wahl der Praxis bzw. des OP-Zentrums erfolgte aufgrund der Überweisung eines niedergelassenen Kollegen, bzw. zumeist auch auf Empfehlungen.

In 99,2% der Fälle konnte die vor der Operation erhobene Diagnose intraoperativ bestätigt werden.

95,6% aller Narkosen verliefen vollkommen unkompliziert.

Der intraoperative Verlauf war bei 99,2% vollkommen ungestört und regulär.

Außer dem üblichen postoperativen Wundschmerz, der jedoch nur von 10,3% aller Patienten angegeben wurde, bestanden in der Aufwachphase keine wesentlichen Beschwerden.

95% aller Patienten waren mit der Organisation und Terminplanung sowie der Erklärung des organisatorischen Ablaufs hoch zufrieden und vergaben die Schulnote 1,5.

98% der Patienten lobten die extreme Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft und vergaben den Teams die Schulnote 1,33.

Die Operateure erhielten von den Patienten für die Erklärung der Diagnose, die Aufklärung über Risiken und Vorteile der Operation und deren Verlauf sowie für das zeitliche Engagement für offene Fragen vor und nach der Operation Noten zwischen 1,42 und 1,68.

Auch die Narkoseärzte wurden in gleichem Ausmaß von ihren Patienten bezüglich der Aufklärung über Art und Ablauf der Narkose, deren Risiken und auch das zeitliche Engagement für offene Fragen mit Noten zwischen 1,5 und 1,56 belohnt.

Insgesamt konnte eine hohe Zufriedenheit der Patienten im Gesamteindruck gewonnen werden.

Die Gesamtbewertung des Eingriffs, beginnend bei der Ausstattung der Praxis, dem Operationsteam, der prä- und postoperativen Betreuung sowie des Narkosearztes und des Operateurs lag bei einer Gesamtnote von 1,29.

Auf die Frage, ob sie sich wieder ambulant operieren lassen würden, antworteten 98,5% aller Patienten mit "ja".

Noch besser viel das Ergebnis aus bei der Frage, ob sie sich wieder bei uns ambulant operieren lassen würden und zwar mit 99,7%.

Diese Ergebnisse bestätigten die außerordentlich hohe Qualität bei der Durchführung der ambulanten Operationen und Anästhesien.

Geringe Komplikationsrate, sehr gute Betreuung während der Behandlung, umfassende Aufklärung über Vor- und Nachteile führen zu einer sehr großen Patientenzufriedenheit und hoher Akzeptanz des ambulanten Operierens in der Praxis niedergelassener Fachärzte.

Für die ambulanten Operateure und Anästhesisten des LAO Baden-Württemberg ist Qualitätssicherung ein dynamischer Prozess, an dessen Weiterentwicklung kontinuierlich gearbeitet wird.

Viele der angeführten Praxen führen im Rahmen ihrer ambulanten Operationen diese Qualitätssicherung weiter, als sichtbares Zeichen einer sich ständig weiterentwickelnden Qualitätssicherung.